die urbanauten empfehlen Sabine Nallinger als neue Oberbürgermeisterin für München, ein Listenkreuz bei den Grünen und empfehlen gute KanditatInnen auf den Stadtratslisten der anderen Parteien

die urbanauten empfehlen Sabine Nallinger als neue Oberbürgermeisterin für München, damit beim öffentlichen Raum aber auch beim bezahlbaren Wohnen und bei der Kinderbetreuung frischer Wind ins Rathaus kommt. Die Sensation ist möglich! Die letzte Umfrage vor der Wahl sieht Sabine Nallinger in der Stichwahl. Wegen der Stichwahl am 30.3. ist übrigens auch keine Stimme für die Nallingerin eine verlorene Stimme, wie manche meinen! Zudem schlagen wir eine Listenkreuz oben an der grünen Liste vor und – wenn Ihr andere Parteien bevorzugt oder kreuz und quer wählen wollt – Leute zum Häufeln auf verschiedenen Listen!

Lange haben wir darüber nachgedacht, ob es sich für eine Organisation wie die urbanauten gehört eine Wahlempfehlung auszusprechen. Warum eigentlich? Wir hatten Angst davor! Angst haben ist aber Mist!  Wo es doch um Münchens Zukunft geht und uns ständig Leute fragen, wen wir empfehlen.

Noch nie war es so spannend wie bei dieser Wahl mit drei aussichtsreichen KandidatInnen als künftige OBs oder OBINE ;). Zum ersten Mal seit 856 Jahren könnte eine Frau München regieren, zum ersten Mal seit 60 Jahren sind nicht nur OB-Kandidaten von SPD und CSU aussichtsreich – sondern eine moderne, weltoffene, liberale Frau von den Grünen. München braucht jetzt jemanden der mit klarem Blick in die Zukunft anpackt!

Mit unserem guten Freund und vielfachen Unterstützer Christian Ude ist München gut gefahren, keine Frage! Er war ein weltoffenes Gegengewicht zum mehrheitlichen Mehltau in der SPD-Fraktion. In der SPD-Fraktion im Münchner Rathaus ist leider viel „Muff unter den Talaren“, gerade unter der Führung von Alexander Reissl. Manche Fraktionsmitglieder haben uns immer wieder ihr Leid geklagt. Mutige Politik in Sachen öffentlicher Raum, aber auch bezahlbarer Wohnraum und ausreichende Kinderbetreuung wurden hier von Alexander Reissl ausgebremst. Man wollte eben den Eindruck erwecken (oder sich selbst täuschen?) das in München alles prima ist und am besten alles so bleibt wie es ist). Das kann es für uns nicht sein. Im Ergebnis hat die SPD jetzt das niedrigste Wohnungsbauziel von allen großen Parteien in ihrem Wahlprogramm stehen (SPD 7.000, Grüne 9.000, CSU 10.000/ Wohnungen pro Jahr) und das obwohl München seit drei Jahren um 30.000 Menschen/ Jahr wächst für die ca. 15.000 neue Wohnungen im Jahr gebraucht werden. Bei anderen Politikfeldern war es ähnlich und vielfach wurden mutige Initiativen bei Kinderbetreuung oder öffentlichen Raum der bisher zu kleinen Grünen oder des Nachwuchses in der SPD-Fraktion in der Fraktionspitze des großen Koalitionspartners ausgebremst – zuletzt zu erleben für uns beim  3,8 Kilometer lange autofreie Isarboulevard den wir zusammen mit 30 Münchner Kulturorganisationen planen aber auch der Zukunft des Kulturstrandes im innerstädtischen Isarraum (obwohl Dieter Reiter und SPD-Chef Hans-Ulrich Pfaffmann beides unterstützen, was hier erwähnt werden soll!).

Empfehlung zu den drei aussichtsreichen OB-KandidatInnen Sabine Nallinger, Josef Schmid und Dieter Reiter

Sabine Nallinger, Josef Schmid und Michael Mattar sind zu unseren beiden öffentlichen Diskussion im Vorfeld der Wahl gerne gekommen und haben sich dabei einmal am Kulturstrand und einmal zur Tutzinger Erklärung einer offenen und wirklich spannenden Diskussion gestellt. Alle drei haben einen guten, sympathischen und führungstarken Eindruck auf uns gemacht. Dieter Reiter haben wir nie näher kennengelernt – er hat uns und das enttäuschte Publikum zweimal kurzfristig bei öffentlichen Diskussionen versetzt nachdem er zuvor zugesagt hatte. Zu ihm können wir also nicht wirklich etwas sagen. Alle Kandidaten wollen sich stark für Kinderbetreuung und bezahlbaren Wohnraum einsetzen. Da gibts wenig Unterschiede.

Allerdings ist nur mit Sabine Nallinger eine klare Prioritätensetzung in Sachen Aufteilung des knappen öffentlichen Raumes und dem Umgang mit den knappen städtischen Flächen zu erwarten. Bei CSU und FDP hat das Automobil und Tunnels leider immer noch Priorität und dort will man auch den Großteil der – reichlich vorhandenen – öffentlichen Mittel einsetzen (München macht seit 7 Jahren zwischen 300 und 500 Millionen Euro ÜBERSCHUSS im Jahr!). Da ist uns eine Sabine Nallinger deutlich lieber, der statt „3-Tunnels-braucht-der-Mittlere-Ring“ ein „100-Plätze-Programm“ vorschwebt (kostet das Gleiche).

Sabine Nallinger thematisiert als richtig gute ausgebildete Stadtplanerin mit Visionsfähigkeit zudem die entscheidende Frage in München – die Flächenknappheit und die Prioritätensetzung bei der Flächennutzung. Freies zusammenhängens großes Bauland innerhalb des Münchner Stadtgebiets ist nur noch für 45.000 neue Wohnungen, wenn man nicht Parks, Grün und Naturflächen bebauen will (was keiner will!). Also geht es darum für alle freien Flächen klare Nutzungsprioritäten zu setzen und bei bereits genutzten Flächen ggfs. bestehende Nutzungen in Frage zu stellen. Bei Sabine Nallinger und den Münchner Grünen ist hier eine klare Prioritätensetzung zugesagt: 1. Bezahlbarer Wohnraum und soziale und kulturelle Infrastruktur, 2. Schutz von bestehenden und Schaffung von neuen Grünflächen, Parks und Naturflächen für die Menschen 3. Öffentlicher Raum (von Menschen für Kommunikation und Begenung auch wirklich nutzbarer!), öffentlicher Nahverkehr, öffentliche Radwege und öffentliche Autoangebote wie z.B. Car Sharing. Und dann erst irgendwann auf Platz 12. der Prioritäten kommt bei der Nallingerin und den Grünen das private Automobil und seine raumfressende Infrastruktur.

Eine solche Prioritätensetzung ist der einzige Weg, wie wir vor allem durch Veränderung! in München das soziale Zusammenleben intakt halten, die Mieten wieder stabilisieren und genug Raum für Kinderbetreuungs-, Kultur- und Bildungseinrichtungen haben können.

Wir emfehlen also ganz klar Sabine Nallinger als neue Oberbürgermeisterin für München! Wer mehr über die Nallinger erfahren will, findet das auf www.sabine-nallinger.de oder auf Sabine Nallingers Facebook-Seite. Beides kann man natürlich auch an Freunde teilen und verbreiten!

Empfehlungen zum Häufeln und Panaschieren bei den Stadtratslisten

Für die Stadtratsliste möchten wir Euch ebenfalls ein paar Leute empfehlen. Das Listenkreuz machen wir bei den Münchner Grünen. Weil wir aber auf jedenfall frischen Wind bei allen Parteien im Rathaus wollen und manche von Euch auch andere Partei wählen wollen oder über die Listen hinweg ihr Kreuzerl machen möchten hier noch ein paar Tips zu Leuten, die wir in den letzten Jahren als tolle, einsatzkräftige Stadträte bzw. StadtratskandidatInnen persönlich kennengelernt haben und die ebenfalls für ein modernes in die Zukunft schauendes München stehen.

Auf der SPD-Liste sind das die Nachwuchskräfte der sogenannten Erneuerungsliste Markus Lutz, Anne Hübner, Jens Röver, Renate Kürzdörfer, Isabell Fiorentino, Dierk Beyer und Johannes Trischler. Wen wir sehr vermissen ist hier Nik Gradl. Der tritt aber leider nicht mehr an! Bei der CSU möchten wir Euch Josef Schmid, Kristina Frank, Georg Schlagbauer und Walter Zöller empfehlen und bei der FDP Michael Mattar, Prof. Jörg Hofmann, Wolfgang Heubisch und Andreas Keck. Bei der Rosa Liste empfehlen wir Thomas Niederbühl und Alexander Miklosy. Auf der Wählerliste HUT möchten wir Euch Wolfgang Zeilnhofer-Rath und Maximilian Heisler empfehlen, den Sprecher des Bündnis bezahlbares Wohnen. Bei der Linken können wir Euch Brigitte Wolf und Jan Tepperies empfehlen.

Empfehlungen zu den Bezirksausschusslisten

Wir bitten um Verständnis, dass wir es uns nicht zutrauen hier Empfehlungen in der ganzen Stadt auszusprechen es sind einfach viel zu viele! Wen wir Euch aber auf jedenfall empfehlen wollen sind Werner Lederer-Piloty, Petra Piloty, Janne Weinzierl von der SPD und Ekkehard Pascoe von den Grünen im Bezirksausschuss in Schwabing, die einen bemerkenswert weltoffenen und urbanen Kurs fahren obwohl sie in einem alten Stadtviertel leben, zuletzt mit dem Einfordern von höheren Baudichten auf der Bayernkaserne aber auch beim autofreien Corso Leopold, den sie mutig mitdurchgesetzt haben! Wer für sein Viertel noch Tips will, kann uns gerne eine E-Mail an b.david@die-urbanauten.de schicken!

Das alles hier ist natürlich nur eine Empfehlung von Leuten die wir gut kennen und einschätzen können! Es gibt bestimmt auch viele andere gute Leute und wir müssen allen Stadträtinnen, Stadträten und den Bezirksausschußmitgliedern dankbar sein für ihren Rieseneinsatz für sehr wenig Geld!

Ganz wichtig wäre uns! Geht wählen! Es ist nicht nur die spannendste Wahl, seit wir politisch denken können, sondern es geht auch darum mit seiner Wahl die rechtsextremen Parteien im Stadtrat zu verhindern. Das geht nur bei einer möglichst hohen Wahlbeteiligung der Demokraten!

Beste Grüße,

Eure urbanauten

PS: Vom nächsten Stadtrat erwarten wir, dass er endlich das Projekt Stolpersteine in München erlaubt! Das kann man zwar nicht auf den Wahlzettel schreiben (sonst ist der ungültig!) aber schreibt doch eine e-mail an ob@muenchen.de. Das kommt dann auf jedenfall an der richtigen Stelle an, wer auch immer gewählt wird!

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Posted on by Benjamin David. This entry was posted in Allgemein. Bookmark the permalink.

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