Spencer Tunick in München

Während der diesjährigen Münchner Opernfestspiele passieren wieder spektakuläre Dinge im öffentlichen Raum, die wir Euch gern empfehlen möchten. Unter anderem gibt sich Spencer Tunick die Ehre. Bei seiner neueste Installation Der Ring wird der amerikanische Künstler, bekannt für seine Installation aus Hunderten von nackten Körpern im öffentlichen Raum, am 23. und 24. Juni erstmals in einem urbanem Umfeld Körperfarbe verwenden.

Es werden insgesamt 4000 freiwillige Teilnehmer gesucht. Anmelden kann man sich dafür noch bis spätestens 22. Juni 2012, 23.30 Uhr auf der Homepage der Bayerischen Staatsoper: www.staatsoper.de/Tunick. Als Dank erhalten alle Freiwilligen eine Fotografie der Installation in limitierter Auflage.

Die Teilnehmer der Installation, die von Andreas Kriegenburgs Neuinszenierung der Tetralogie Der Ring des Nibelungen inspiriert ist, werden entweder in Rot oder Gold vor der Kamera von Tunick posieren und mit ihren Körpern Motive aus Wagners Weltendrama bilden.

„Das ist eine wunderbare Gelegenheit für alle Kunstinteressierten, die zu schüchtern sind, um komplett nackt zu posieren. Ich bin überzeugt, dass die Körperfarbe vielen Teilnehmern die Scheunehmen wird – schließlich ist man ja trotzdem irgendwie bedeckt“, so der New Yorker Künstler.

Der Künstler ist bekannt für seine temporären Installationen von hunderten, manchmal sogar tausenden von nackten, menschlichen Körpern in eindrucksvollen Kulissen im öffentlichen Raum. Zu den Münchner Opernfestspielen 2012 gestaltet Tunick seine erste groß angelegte Aktion in Deutschland. Mehrere Plätze in der Münchner Innenstadt werden den Hintergrund für die neueste Kunstinstallation bieten.

Die freiwillige Teilnehmer treffen sich zu einem bestimmten Zeitpunkt und entledigen sich ihrer Kleider. Mit Unterstützung seines Teams organisiert und dirigiert Tunick die Teilnehmer nach seinen Ideen und Wünschen, formiert sie als Gruppe und hält den Augenblick auf Foto und Video fest. „Ich freue mich sehr, von der Bayerischen Staatsoper nach München eingeladen worden zu sein. Wagners Anspruch eines Gesamtkunstwerkers fasziniert mich seit langem. Mit den Bildern von Andreas Kriegenburgs Inszenierung im Kopf werde ich für diese ganz besondere Installation Motive aus dem Ring des Nibelungen nachstellen: Drache, Flammen, den Ring selbst…“, so Spencer Tunick.

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Posted on by Benjamin David. This entry was posted in Allgemein. Bookmark the permalink.

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