München erobert den öffentlichen Zwischenraum.

Der öffentliche Zwischenraum – zwischen digitalen und urbanen öffentlichen Räumen – ist auch in München kaum mehr zu übersehen. Innerhalb weniger Tage gab es gleich zwei prominente Ereignisse. Am 13. März startet das digitale Beteiligungsangebot der Stadt München im Rahmen der Fortschreibung der “Perspektive München“. Außerdem erreichte das Bürgerbegehren des Bündnis “München gegen die 3. Startbahn”, nach anhaltenden Rangeleien auf Facebook, mit 31.430 gültigen Unterschriften das notwendige Zulassungsquorum für einen Bürgerentscheid.

Weitere Vorstöße gibt es aus vielen Richtungen; aus der Bevölkerung, von Politik und Verwaltung, aber auch von wirtschaftlichen Unternehmen. Im Februar gingen hunderte Menschen in München auf die Straße, um gegen ACTA – das sog. Anti-Produktpiraterie-Handelsabkommen – zu demonstrieren. Mit dem mittlerweile etwas ins Stocken geratenem Opern Government/ Open Data Projekt MOGDy wagte sich die Stadt München bereits vor über einem Jahr in die Unwägbarkeiten des öffentlichen Zwischenraums und galt damit lange Zeit als Vorreiterstadt in Sachen Open Data. Zu den Ausprägungen des öffentlichen Zwischenraums gehören aber außerdem auch wildere Formen wie beispielsweise Flashmobs. Im Dezember letzten Jahres sorgten im öffentlichen Raum Münchens gleich zwei davon aus unterschiedlichen Gründen für Furore.

Das Protestjahr 2011 hat gezeigt, was digitale soziale Medien für die Emanzipation des Bürgers leisten können. Wir sind gespannt, wie es weitergeht. Vom 23.-25. März werden wir deshalb auf unserer Tagung „Revolution im Zwischenraum“ gemeinsam mit der Ev. Akademie und zahleichen Partnern und Referenten die Möglichkeiten und Grenzen des öffentlichen Zwischenraum debattieren.

(Foto: Süddeutsche Zeitung)

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Posted on by Benjamin David. This entry was posted in Allgemein. Bookmark the permalink.

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