Stadtrat genehmigt Kulturstrand der urbanauten auf dem Isarbalkon

Pressemitteilung vom 12.5.2010

Vertreter aller Parteien befürworten das Kulturprojekt in Zukunft an Standorten wie der Corneliusbrücke oder dem Vater-Rhein-Brunnen und unterstützen die urbanauten bei Ihrer Arbeit für öffentliche Räume

In einer Stadtratssitzung wurde gestern der St(r)andort Corneliusbrücke für 3 Monate beschlossen. Los geht es schon am 23.5.2010. Die Bademeisterinnen und Bademeister arbeiten jetzt auf Hochtouren und werden hoffentlich bis dahin alle Vorbereitungen abgeschlossen und das Kultur- und Kinderprogramm organisiert haben.

Besonders gefreut hat die urbanauten, dass Vertreter aller Parteien in ihren Wortbeiträgen das Kulturprojekt und die Arbeit der urbanauten für öffentliche Räume grundsätzlich positiv sahen und die breite Akzeptanz und auch die starke Unterstützung in den letzten Wochen würdigten, die die Gruppe und das Projekt „Kulturstrand“ von hunderten Münchnerinnen und Münchnern erfahren hatte. Ein „Kulturstrand“ gehöre mittlerweile zum Münchner Lebensgefühl und auch an die Isar bzw. ans Wasser, so die Vertreter der meisten Parteien.

Insbesondere im kernstädtischen Teil der Isar von der Corneliusbrücke nordwärts, wo bisher vor allem der Autoverkehr die Isarufer dominiert, werden von den Stadträten  Möglichkeiten für städtische Entwicklungen und kulturelle Nutzungen gesehen, die dem „Verkehr den Schneid abkaufen“ und eine stärkere Hinwendung der Stadt zur Isar ermöglichen, während die meisten Vertreter der Parteien und auch die urbanauten den renaturierten Teil der Isar südlich der Corneliusbrücke als freien Raum der Hochwasserwiesen vor kulturellen und kommerziellen Eingriffen schützen wollen.

Erstmals Konzept für mehrere Jahre im Gespräch

Im Anschluss wurde die Stadtverwaltung beauftragt für die Folgejahre drei Orte zu finden, zwischen denen das Projekt im jährlichen Turnus wandern kann und diesen Turnus dann für einen Kulturstrand auszuschreiben. Heißer Favorit ist hier neben dem Isarbalkon auf der Corneliusbrücke für eine breite Mehrheit aus SPD, CSU, Grüne/Rosa Liste und  FDP – trotz der Lage im formaljuristischen Landschaftsschutzgebiet – die heruntergekommene und (aufgrund des starken Verkehrs rundherum) kaum genutzte Kies-Fläche rund um den Vater-Rhein-Brunnen an der Ludwigsbrücke, die im Winter mangels Nutzung ganz für die Bürger gesperrt und selbst im Hochsommer aufgrund des Verkehrslärms kaum als öffentlicher Aufenthaltsort genutzt wird (vgl. Münchner Merkur vom 11.5.2010). Hier werden die urbanauten gemeinsam mit Architekturstudenten und in Rücksprache mit dem BA 1 ein ortsbezogenes, gestalterisches Konzept vorschlagen, dass der Situation vor Ort gerecht wird.

die urbanauten und ihr Konzept der Wiederbelebung öffentlicher Räume

Wichtiger Diskussionspunkt im Stadtrat war auch das Konzept der urbanauten. Hier gilt es offenbar mit einem Missverständnis aufzuräumen. So geht es den urbanauten nicht darum „Unorte zu bespielen“, sondern öffentliches, soziales Leben temporär an nicht oder kaum für Aufenthalt, Kommunikation und Begegnung genutzte öffentliche Orte zu bringen. Das halten die urbanauten für ein wichtiges Ziel in Zeiten, in denen immer mehr öffentliche Räume vom Verkehr dominiert werden und die Stadtgesellschaft sozial immer weiter auseinander zu driften beginnt. 

Ein großer Dank an die Stadt!

Wir bedanken uns bei den Vertretern aller Parteien im Stadtrat, den städtischen Referenten und ihren Mitarbeitern und bei den Bürgermeistern, dass sie sich in den letzten Monaten mit soviel Geduld soviel Zeit genommen haben um eine Lösung für 2010 zu finden und erstmals einen möglichen Lösungsweg für die Zukunft zu skizzieren.

Für Rückfragen stehen wir gerne jederzeit unter 0179 – 49 34 578 zur Verfügung.
Fotos zum Projekt können auf www.kulturstrand.org in druckfähiger Auflösung heruntergeladen werden. Hier findet sich auch das weitgehend fertig gestellte Kultur- und Kinderprogramm auf dem Isarbalkon. Mehr über die Projekt der urbanauten für öffentliche Räume findet sich unter www.urbanaut.org.

Mit besten Grüßen,

Benjamin David
die urbanauten

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