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temporäre architektur
Theater der Flaneure (Michele Lorenzini, 2008)

Das Theater der Flaneure wurde von Bühnenbildner Michele Lorenzini für den Corso Leopold entwickelt. Ziel war es der sensiblen Kunstform des Theaters im Rahmen des Straßenfestivals mit über 250.000 Besuchern einen angemessenen Rahmen zu bieten.

Im Entwurf von Michele Lorenzini wurden zahlreiche Anforderungen auf gelungene Art und Weise einbezogen. Das Prinzip "Dreieck", bzw. daraus resultierend "Sechseck" ermöglicht es mit minimalem Material- und Arbeitsaufwand einen Raum auf der Straße zu schaffen, der noch dazu schnellstmöglich vor Ort aufgebaut werden kann und mit kaum Zerlegungsaufwand einfach zu transportieren ist.

Das "Theater der Flaneure" schafft einen geschützten Zuschauer- und Bühnenraum, der durch einen "halböffentlichen" Bereich aus Sechsecken (Theaterbar, Theaterkasse, Theaterfoyer) von den Menschenmassen auf der Leopoldstraße getrennt wird. Auf den Dreiecken können Materialien (z.B. Stoffe, Tapeten, etc.) angebracht werden. die es einfach und preiswert ermöglichen dem Theater eine zu den Inszenierungen passende Dekoration zu geben.


















Karrée der Kunst Nr. 2 (Sebastian Hass, 2007)

Das "Karrée der Kunst Nr. 2" wurde vom Architekturstudenten Sebastian Hass für den Corso Leopold entwickelt. Ziel war es mitten in der Großveranstaltung Corso Leopold mit möglichst geringem Aufwand einen geschützten Raum für bildende Kunst zu schaffen. Gerade die bildende Kunst ist noch mehr als zum Beispiel Theater- und Literaturaufführungen auf einen zugänglichen aber abgegrenzten Raum angewiesen.

Sebastian Hass löste die Aufgabe wie folgt: An dreieckigen Säulen können Leinwände angebracht werden. Die Säulen werden am Fuß mit Sandsäcken beschwert, so dass trotz der teils erheblichen Windlasten die Standsicherheit gewährleistet ist. Zusätzlich nehmen die leicht tranluzenten Leinwände den Großteil der Heterogenität der Umgebung (Menschen, Werbeflächen, Stände, Gebäude) heraus und geben so der Kunst ein Paspartout, das diese gut zur Geltung kommen lässt. Auf bemerkenswerte Weise gelingt es dem "Karrée der Kunst Nr. 2" ein Wandel bei den eintretenden Personen zu bewirken. Diese verhalten sich wie Museumsbesucher leise, respektvoll und neugierig.

Darüberhinaus muss auch erwähnt werden, dass die inhaltliche Gestaltung durch Sylvia Katzwinkel und Michael Wladarsch von 84 Ghz ihren Teil zum Erfolg des Konzeptes beiträgt. Mit inhaltlichen Konzepten wie z.B. dem "Kunstsupermarkt" gelingt es den beiden Kuratoren im Rahmen des "Karrée der Kunst" auf dem Corso Leopold immer wieder auch ein breites Publikum für die bildende Kunst zu interessieren. 










Karrée der Kunst (Agnes Förster, 2005)


Hier sehen sie den ersten Anlauf zu einem "Karrée der Kunst" auf dem Corso Leopold. Gestaltet wurde er von der Architekturstudentin Agnes Förster. Bei diesem Entwurf ging es ebenfalls darum einen geschützten Raum für die Kunst mitten in Meer der Menschenmassen zu schaffen.

Das "Karrée der Kunst" spielt mit den beiden Polen "privat/geheim" und "öffentlich". Die zehn Kunsträume für die Straße ermöglichen jeweils nur einen schmalen Blick auf die Kunst im Innenraum. Neben der Neugierde, die dadurch beim Publikum entstehen kann, können so auch die teils hochsensiblen und wertvollen Kunstobjekte vor unvorsichtigen Händen geschützt werden. 

Mit wunderschönen transluzenten Materialien kombiniert mit 40 Neonröhren konnte darüberhinaus auch für die Nachzeit ein zusätzlicher besonderer Reiz gelingen.












Die Corsaren (Eva Klampfl, Sandra Müller, Carolin Gottlieb, Martin Düchs, Till Krüger, 2004)

Das erste Beispiel für temporäre Architektur, die von den urbanauten für den Einsatz im öffentlichen Raum entwickelt wurde. Bereits 2004 beim ersten Corso Leopold war es Ziel der noch jungen Großveranstaltung ein Erkennungsmerkmal zu geben.

Insgesamt 42 "Segel", jeweils zu 7 gruppiert definierten die Mitte der verschieden Kulturprogrammplätze des Corso Leopold, waren verspieltes Sitzmöbel für die Besucher und ragten in den Luftraum empor, wo sie sich zu einem Gesamtbild verbanden. Auch in der Medienberichterstattung und Veranstaltungsfotographie schlugen sich die Erkennungszeichen nieder.

Entworfen und realisiert wurde das Projekt von einer Gruppe Architekturstunden, die sich den Namen 1zu1 gab (
Eva Klampfl, Sandra Müller, Carolin Gottlieb, Martin Düchs, Till Krüger).









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