Vierte Architekturwoche A4 (Ulrike Bührlen, Benjamin David, Roland Baude, 2008)

Doku des von den urbanauten kuratierten A4-Thementages "Münchner Freiheit" am 5.6.2008
Das Konzept der urbanauten zur Münchner Freiheit wurde sowohl von der Fachöffentlichkeit als auch von der Bevölkerung mit großem Interesse aufgenommen. Offenbar ist es mit dem Konzept "repartur I intervention I freiheit" der urbanauten gelungen nicht nur eine Fachöffentlichkeit für die architektonische Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Münchner Freiheit zu interessieren, sondern eben auch die alltäglichen Nutzer der Müchner Freiheit.
Hier finden sie die Foto-Dokumentation
von Photograph Edward Beierle. Allgemeine Informationen zur Vierten Architekturwoche A4 finden sich auch auf der Seite www.vierte-architekturwoche.de. Information zur Dokumentations-Ausstellung in der Architekturgalerie finden Sie hier.

Unter anderem organisierten die urbanauten eine Podiumsdiskussion unter dem Titel "Die Münchner Freiheit zwischen Erhalt und Moderne" im Skyline Club am Ort des ehemaligen Hertiehochhauses und zahlreiche Führungen
rund um die Münchner Freiheit und in Schwabing. In Kürze finden Sie hier einen Link zum Video und Transkript der Diskussion. Darüberhinaus finden sie Infos über den Beitrag der urbanauten zur "Nacht der Architekten" am 31.5.2008.

Besonderes Lob bekam die Installation und Ausstellung der urbanauten auf der Münchner Freiheit. Eine verblüffende Bautafel erweckte als "Hingucker" das Interesse der Öffentlichkeit (zum Vergrößern auf die Tafel klicken). Auf einer großen Bautafel fanden sich 3 fiktive Entwürfe für die Umgestaltung der Münchner Freiheit, die sich im Spanungsfeld zwischen Intervention und Rekonstruktion bewegten.
Vier Bauprojekte wurden auf der 8 x 5 Meter großen Bautafel angekündigt:

... das tatsächlich geplante moderne Projekte "Umsteigehaltestelle Münchner Freiheit" von Architekt Marcin Orawiec...

... ein fiktives Projekt "Rekonstruktion der Prachtmeile Leopoldstraße - Wiedererichtung der Jugendstilgebäude", dem durch das gerade angebrachte Baugerüst besondere Authentizität verliehen wurde...

... ein weiteres Projekt "Wiedererichtung des Hertiehochhauses - Rückbau eines Rückbaus", das bei den Betrachtern für ungläubiges Staunen sorgte...

... uns quasi als Auflösung ein dann doch ein wenig unglaubwürdiges Projekt "Originalgetreuer Nachbau des Schwabylon an der Münchner Freiheit", bei dem dann doch die meisten Betrachter ins Grübeln kamen. Vor allen auch dann als ihnen klar wurde, dass dafür der Spielplatz weichen müsste, was dann doch keiner so recht glauben wollte.
Einige Impressionen von der Bautafel-Installation auf der Münchner Freiheit und den Reaktionen der Besucher.






Neben der großen "Bautafel" und der Ausstellung auf den städtischen Bautafeln des Baureferats mit den gelben Spitzen fand sich auch "Info-Container", in dem sich die Bürger über die Details der Planungen informieren konnten. Und tatsächlich fand sich auch hier das "Spiel" konsequent weitergedacht. In das Originalmodell der Münchner Freiheit hatten die beiden urbanauten Matthias Singer und Roland Baude ein "Modell" des Schwabylon, des "geplanten" Hertiehochhauses und der zu ergänzenden Jugendstilfassade eingebaut.




Und sogar der Oberbürgermeister machte zwei Tage später im Rahmen der Schwabinger Kultur- und Flaniermeile Corso Leopold bei der "Grundsteinlegung" für das Schwabylon an der Münchner Freiheit mit. Das Café Münchner Freiheit hatte dafür extra im Auftrag der urbanauten ein "Schwabylon" gebacken, an dem sich dann serviert von Christian Ude persönlich über hundert Gäste laben konnten.

Ende der Dokumention. Es folgt: die Ankündigungsseite für den Thementag Münchner Freiheit.

Unter dem Motto »Zeitmaschine Architektur« lädt die diesjährige Architekturwoche A4 zur „hautnahen“ Auseinandersetzung mit den kulturellen und historischen Entwicklungen der Stadtarchitektur in Bayern ein. Vom 1. bis 6. Juni 2008 warten an- und aufregende Aktionen, Veranstaltungen, Führungen, Vorträge und Diskussionen in ganz Bayern auf Entdecker mit „Appetit auf Architektur“.
