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inszenieren / Vortrags- und Diskussionsreihe

die vermessung des urbanen

Vortrags- und Diskussionsreihe an jeden Montag im schönen Monat Mai 2009

Zahlreiche „urbane Pioniere“ in München und in vielen anderen europäischen Städten haben sich der temporären Rückeroberung öffentlicher Räume verschrieben. Schlagworte sind: öffentlicher Raum, Intervention, Taktik, Strategie, Aneignung, Informell, Kunst, Temporär, Experiment. In vier Vorträgen an vier Montagen im Mai berichten Vertreter dieser neuen urbanen Praxis aus Berlin, Hamburg, Köln und Wien von sich und ihren temporären, künstlerischen oder architektonischen Interventionen im öffentlichen Raum.

Im Anschluss wird jeweils in einer Debatte zwischen dem Referenten, prominenten Münchner Akteuren und einigen urbanauten der Bezug zu München hergestellt und der Frage nach temporärer und informeller Stadtgestaltung nachgegangen. Die Vortrags- und Diskussionsreihe „Die Vermessung des Urbanen“ versteht sich als öffentliche Fortsetzung des langjährigen Debattierclubs der urbanauten mit anderen Mitteln.

Eintritt: 5 €, ermäßigt 3 €


Ort                             "Schwere Reiter"/Dachauer Straße 114/ Tram 12, 20, 21/
                                   Bus 53/Leonrodplatz


Zeit
                      19 Uhr

Dokumentation

Montag, 25. Mai    feld72 (Wien)




Architekt und Künstler Michael Obrist debattierte mit QUIVID-Leiterin Monika Pemler, Designer Michael Wladarsch (84 GHz) und den urbanauten über urbane Strategien, Reprogrammierung öffentlicher Räume und die Kanarischen Inseln

19.00 Uhr, Vortrag: Michael Obrist (feld72)

Eingeflogen aus Übersee, den Sand fremder Strände noch in den Schuhen, betreten die Architekturpunks aus Wien, der Stadt des gigantischen "Sand in the City" und zahlreicher anderer Stadtstände entlang der Donau, das Terrain der hiesigen Strandrebellen.

Auf Einladung der urbanauten berichtet Architekt und Künstler Michael Obrist von der Architekturformation feld72 in einem Vortrag über das Arbeiten an der Schnittstelle von Architektur, angewandtem Urbanismus und Kunst.

Schwerpunkt von feld72 ist das Erforschen urbaner Bedingungen, deren Potentiale entweder unterschätzt oder von Klischees belastet sind. Es geht um die Suche nach Strategien, sprich nach Werkzeugen oder Spielregeln, die es erlauben, mit einem minimalen Eingriff an der neuralgischen Schwelle verschiedener Systeme diese zu verändern.



18. Mai 2009    Liebe deine Stadt (Köln)

 
 

Der dritte Teil der beliebten Vorabendserie "die vermessung des urbanen" zeigte Merlin Bauer von Liebe deine Stadt aus Köln. Der geborene Grazer blickte in seinem Vortrag auf fünf Jahre auf das Kölner Kunstprojekt "Liebe deine Stadt" zurück und präsentierte außerdem das Vorgängerprojekt, das unter dem durchaus interessanten Titel "Unter dem Pflaster der Strand - momentane Orte" 90 Interventionen im öffentlichen Raum realisierte. Fast interessanter noch als der Titel ist, dass zwar jede dieser Interventionen umangemeldet aufschlug, jedoch nur ein einziges Mal auch die Polizei. In seinem Buch wird Merlin Bauer dazu zitiert: "Das Flüchtige ist in Köln das Dauerhafte" 
Bravo Köln. 

In der anschließenden Debatte diskutierten Merlin Bauer, Michael Ziller (Veranstalter der vierten Architekturwoche A4, BDA) sowie Katharina Lorenzini und Anja Junghans von den urbanauten über das Schöne und das Hässliche in der Stadt, über Strategien des Bewusstmachens von Identität und die weiterziehende Karwane.

   

11. Mai 2009        HAFENSAFARI (Hamburg)

 


Surfing the City! Vortrag & Debatte mit HAFENSAFARI aus Hamburg
"die vermessung des urbanen" Teil 2: Öffentlicher Debattierclub im werdenden Kreativ-Quartier mit Kulturreferent Hans-Georg Küppers, HAFENSAFARI und den urbanauten


Im zweiten Teil der beliebten Vorabendserie "die vermessung des urbanen" berichteten am Montag, 11. Mai 2009, HAFENSAFARI aus Hamburg von abenteuerlichen Episoden in den "Urbanen Steppen" Hamburgs und ihrem neuen Konzept des "Surfens" öffentlicher Räume.

Nach einem Jahr Reflektionspause ist die HAFENSAFARI mit einem neuen Konzept der Raumwahrnehmung zurück - der "Surf" als Aneignungsform urbaner Räume.  Es geht um aktive Bewegung statt starrer (Kunst)Formen im öffentlichen Raum. Intervention als "Flow".

Diese neue Strategie urbaner Taktiken werden die beiden Künstler Martin Kohler und Rolf Kellner von HAFENSAFARI in Münchens ganz eigenem Ort des Umbruchs - der Schwere Reiter im werdenden Kreativ-Quartier - vorstellen.

Im Anschluss gab es wieder eine Debatte, diesmal mit dem Kulturreferenten Dr. Hans-Georg Küppers, den beiden Künstlern von HAFENSAFARI sowie Ulrike Bührlen und Stefan Zöller von den urbanauten.


04. Mai 2009        raumlaborberlin (Berlin)



 



Am Montag, den 4. Mai, debattierten Stadtdenker aus München und Berlin im gigantischen Ei aus Plaste und Elaste von raumlaborberlin und plastique-fantastique über den öffentlichen Raum, künstlerische Interventionen, temporäre Architekturen, informelle Stadtplanung, Leere und wüstes Gestrüpp.

Die Reihe eröffneten Matthias Rick und Markus Bader vom jungen Berliner Architektur-Kollektiv raumlaborberlin mit einer unterhaltsamen Hommage an "Der Große Preis". Sie stellten einige ihrer vorbildhaften Projekte - wie die Eichbaum
oper in der Peripherie zwischen Mülheim und Essen, von White Spots, einer Choreographie aus  silbernen Autos in Giesing und natürlich dem Küchenmonment - vor und debattierten anschließend mit Stadtbaurätin Dr. Elisabeth Merk, Wolfgang Czisch vom Münchner Forum e.V. und Benjamin David von den urbanauten über Leere in Berlin, Halle und anderswo, die Fülle in München und die Bedeutung initiierte Konflikte.

Nach etwa zweistündigem Wortgelage wurde das Eröffnungsfest mit Musik von Kulturstrand DJ Marco Böhlandt und einem Buffet von Gastronom Hermann Zimmerer eingeläutet.

Artikel:
Luftschlöser für München, Süddeutsche Zeitung, 05. Mai 2009


Terminübersicht

04. Mai 2009            raumlaborberlin (Berlin)
, Matthias Rick und Markus Bader
                       
Auftakt im mobilen pneumatischen Veranstaltungsraum "Küchenmonument", mitgebracht aus Berlin von
raumlaborberlin und plastique-fantastique.
                                  
raumlaborberlin arbeitet nach dem Prinzip der empirischen, entwurfsbasierten Forschung. Die gemeinschaftlich durchgeführten Aktionen stellen gesellschaftliche Bedeutungen städtischer Raumnutzungen in Frage und erkunden ergänzende Potentiale von Gebäuden und Flächen. Das Raumerlebnis wird zum zentralen Anliegen. Die Projekte schaffen den Rahmen für die individuell initiierte Wahrnehmung und Nutzung der zuvor angeeigneten Orte. Sie bilden damit die Grundlage für subjektive oder kollektive öffentliche Selbstdarstellungen und eine erhöhte soziale Interaktion.
           
www.raumlaborberlin.de

Im Anschluss Debatte mit:
Prof. Dr. (I) Elisabeth Merk (Stadtbaurätin der LH München)
Wolfgang Czisch (Münchner Forum e.V.)
Benjamin David (die urbanauten)


11. Mai 2009            Hafensafari (Hamburg)
, Martin Kohler und Rolf Keller

Die Hafensafari ist eine temporäre Kunstaktion und gleichzeitig eine Entdeckungstour durch den Hafen. Im gleichen Maße wie sich der Containerumschlag immer mehr nach Westen verlagert, werden im östlichen Teil traditionelle Hafenbecken und Kaianlagen überflüssig. In rasantem Tempo wandelt das Gebiet zwischen der Hafencity und dem Harburger Binnenhafen sein Gesicht: Neubauten entstehen, Speicher und Schuppen werden umgenutzt, andernorts fallen riesige Areale einfach brach.

Ziel der Hafensafari ist es, diese Orte im Umbruch vorzustellen, die man aus der Distanz kennt, und die doch für die meisten Hamburger und Hamburgerinnen unbekanntes Terrain sind. Es geht darum ihre Besonderheiten und Potenziale für die Zukunft aufzuzeigen – und auch die Visionen,
die sich mit ihnen verbinden. Denn die ganz großen Veränderungen stehen noch bevor: "Wachsende Stadt" und "Sprung über die Elbe" sind zwei Leitideen, mit denen Hamburg aus dem alten Hafen neue Viertel zum Wohnen, Arbeiten und Erholen machen will.

www.hafensafari.de

Im Anschluss Debatte mit:
Dr. Hans-Georg Küppers (Kulturreferent der LH München)
Stefan Zöller (die urbanauten)
Ulrike Bührlen (die urbanauten)



18. Mai 2009            Liebe Deine Stadt (Köln)
, Merlin Bauer
                           
Liebe deine Stadt" will den Blick für die jüngere Geschichte des Prozesses schärfen und widmet sich der Architektur der 50er und 60er Jahre. Das Projekt versucht, das Selbstbewusstsein, das Köln in Bezug auf seine Atmosphäre und die in ihr lebenden Menschen besitzt, auf Köln als Stadt
zu übertragen. Köln ist stolz auf seinen Liberalität, seine Warmherzigkeit und seinen Optimismus. Und genau diese menschlichen Werte sind auch in den Gebäuden wiederzufinden.

"Liebe deine Stadt" zeichnet seit Mai 2005 herausragende Gebäude der 50er und 60er Jahre mit überdimensionalen Preisschleifen aus. In unregelmäßigen Abständen finden Preisverleihungen statt in deren Rahmen sich sich ein Laudator der Frage nach der Kölnischen Identität stellt. Am
Ende soll ein Parcours entstehen, der die Kraft und Vielschichtigkeit dieser Gebäude verdeutlichen soll.

www.liebedeinestadt.de

Im Anschluss Debatte mit:
Michael Ziller (Veranstalter der Vierten Architekturwoche A4, BDA)
Anja Junghans (die urbanauten)
Katharina Lorenzini (die urbanauten)


25. Mai 2009            feld72 (Wien)
, Michael Obrist

feld72 ist ein Kollektiv, ein Laboratorium, welches sich an der Schnittstelle von Architektur, angewandtem Urbanismus und Kunst bewegt. Schwerpunkt ist das Erforschen urbaner Bedingungen, deren Potentiale entweder unterschätzt oder von Klischees belastet sind. Es geht um die Suche nach Strategien, sprich nach Werkzeugen oder Spielregeln, die es erlauben, mit einem minimalen Eingriff an der neuralgischen Schwelleverschiedener Systeme diese zu verändern.

Wie kann man die Art und Weise, wie Menschen bereits bestehende Räume nutzen und auf soziale Übereinkünfte reagieren, reprogrammieren? Mögliche Antworten reichen von Objektplanung über Studien bis zu Interventionen im (Stadt)raum.

www.feld72.at

Im Anschluss Debatte mit:
Monika Pemler (Leiterin des Kunstprgramms QUIVID im Baureferat)
Michael Wladarsch (84 GHz)
Martin Klamt  (die urbanauten)
Christian Hartard (die urbanauten)


Flyer:




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